Basketball | Korbleger-Varianten: Jugo-Steps & Euro-Steps (Warm-Up für Guards)

Nein, das ist kein Schrittfehler! Coach Junge zeigt Dir zwei ungewöhnliche Korbleger-Varianten. Perfekt, falls sich der Gegner auf Deine Go-To-Moves eingestellt hat. Auch ideal fürs Warm-Up!

1. Jugo-Steps

Grundschritte: Vor allem in Europa haben sich neben den normalen Korbleger-Varianten auch die sogenannten Jugo-Steps etabliert. Die Basisschrittfolge besteht aus drei Schritten, bevor man mit einem Korbleger abschließt: Um den Korbleger mit rechts zu machen, beginnt man mit dem rechten Fuß, dribbelt links, während man vom rechten Fuß wieder auf rechts springt. Der letzte Schritt zum Korb erfolgt mit dem linken Fuß. Oberstes Ziel ist es, den Ball vor dem Gegner zu schützen, dazu dient auch das doppelte Aufkommen auf rechts. Der Ball muss während dieses Sprungs unbedingt auf der anderen Seite vom Gegner weghalten werden.

Jugo Steps
Schritt 1: Drbbling mit links, Schritt mit rechts. | Schritt 2: Sprung von rechts auf rechts, Ball auf die linke Körperseite nehmen. | Schritt 3: Mit dem linken Fuß zum Korbleger.

Am Anfang kann mit wenig Dribblings gearbeitet werden, um sich an die ungewohnte Schrittfolge zu gewöhnen. Achtet darauf, alle drei Schritte sehr groß zu machen. Ein Gegner, den es bei den ersten beiden Schritten zu umspielen gilt, kann durch eine Holzkiste dargestellt werden. Auch der Trainer sollte sich vor dem Korb aufstellen, und versuchen, den Spielern den Ball abzunehmen, falls sie ihn nicht richtig schützen.

Als Variante können die Jugo-Steps nicht nur mit einfachem Korbleger, sondern auch durch einen Floater mit Brett abgeschlossen werden.

Praxis: Nachdem die Grundschrittfolge verinnerlicht wurde, kann die Übung komplexer gestaltet werden: Für mehr Spielnähe werden auf beiden Seiten des Korbs zwei Kisten oder andere Hindernisse aufgestellt. Diese sollen wie Gegner umdribbelt werden.

Jugo Steps Legs
Nach dem Crossover durch die Beine folgen wieder die Jugo-Steps.

Die nächste Aufgabe für die Spieler könnte wie folgt aussehen: Der erste „Gegner“ soll mit einem Crossover durch die Beine irritiert werden. Anschließend wird zum Korb gedribbelt und nach den Jugo-Steps mit einem Korbleger abgeschlossen. Die Schrittfolge soll von allen Spielern auf beiden Seiten durchgeführt werden.

Die Übung kann nach Belieben variiert werden: Anstatt einem Crossover durch die Beine kann dieser auch vor dem Körper vollzogen werden. Auch muss nicht durch einen einfachen Korbleger abgeschlossen werden, beispielsweise ist auch ein Reverse Lay-up oder Dunking möglich.

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Noch mehr Übungen für Guards.

Eine andere Variante ist ein Double-Crossover vor dem ersten Gegner. Damit wird der Ball nach außen befördert. Mit den Jugo-Steps kommt der Spieler wieder zur Mitte und schließt mit einem Floater ab, da die Entfernung für einen Korbleger hier zu groß ist.

Wichtig ist, dass der Spieler den Double-Crossover nicht nachlässig, sondern ordentlich und mit Tempowechseln ausführt. Kommt er von links, wird mit der rechten Hand abgeschlossen. Auf der rechten Seite ist es umgekehrt.

2. Euro-Steps

Diese Schrittfolge wurde vor allem durch den argentinischen Basketballspieler Emanuel Ginóbili bekannt. Sie arbeitet mit verzögerten Schritten und angetäuschten Richtungswechseln.

Euro Steps
Der Euro-Step: Rechts antäuschen, links vorbeiziehen.

Wieder werden zwei Kisten auf jeder Korbseite aufgestellt. Der erste „Gegner“ soll zunächst in einem One on One geschlagen werden. Der zweite „Gegner“, der dem anderen im realen Spiel möglicherweise zur Hilfe kommt, wird mit verzögerten Schritten irritiert. Der Spieler täuscht an, nach rechts (oder links) zu gehen, kommt aber auf der anderen Seite heraus, um mit einem Korbleger abzuschließen.

Die Euro-Steps zeichnen sich durch lange, langsame Schritte aus. Eine zu schnelle Ausführung würde einerseits keine verzögerten Schritte zulassen und dem Gegner andererseits auch keine Möglichkeit geben, auf die Täuschungen hereinzufallen.

In Ralphs Ausführung wird der erste Gegner innen, der zweite außen umspielt.

Nach dieser Übung können sich die Spieler an einem Trick üben. Während des Dribblings wird der Ball mit umgedrehtem Handgelenk nach vorn gelegt, kommt auf dem Boden auf und wird wieder zurückgenommen. Am Ende steht ein Korbabschluss. Je fließender die Bewegung, desto besser.

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