Einwürfe im Fußball: Fehlerquellen erkennen und gezielte Lösungen finden

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Wenn du genauer wissen möchtest, welchen Support jeder Spieler benötigt, musst du herausfinden, wo sein Problem liegt. In den Trainingsphasen haben wir gesehen, dass der Fokus beim Overload auf der Taktik liegt, um die Kommunikation zu verbessern, beim Spielverständnis, um bessere Entscheidungen zu treffen, und bei der Technik, um die Ausführung zu verbessern. Anstatt den gleichen Inhalt für alle Spieler zu verwenden, ist es wichtig zu wissen, welches spezifische Problem der Spieler hat, den du verbessern möchtest. Ein schlechter Pass kann drei verschiedene Fehlerquellen haben. 

Um die Kommunikation zu verbessern wird der Fokus auf Taktiktraining gelegt und für eine bessere Ausführung liegt der Fokus auf Technik.

Um die Kommunikation zu verbessern wird der Fokus auf Taktiktraining gelegt und für eine bessere Ausführung liegt der Fokus auf Technik.

Ein Technikproblem tritt auf, wenn der Spieler die Fußballaktion nicht wie beabsichtigt ausführt. Du musst also mit dem Spieler kommunizieren und analysieren, ob er den Einwurf so ausgeführt hat, wie er es wollte. Dies ist wichtig, da der Einwurf zwar erfolgreich sein kann, aber trotzdem technische Mängel aufweisen kann. Wenn dies der Fall ist, solltest du eine vereinfachte und reduzierte Trainingsform wählen, die einen Schwerpunkt auf die Technik legt und dem Spieler ermöglicht, seine Entscheidungen häufiger auszuführen.

Ein Spielverständnisproblem tritt auf, wenn der Spieler nicht die beste Position, den richtigen Moment, die passende Richtung und Geschwindigkeit wählt, um sein Ziel zu erreichen. Im Fall von Einwürfen kann es sein, dass der Spieler den Ball zu einem falschen Zeitpunkt wirft, in die falsche Richtung wirft oder die falsche Geschwindigkeit wählt. Wenn dies bei der Analyse mit dem Spieler festgestellt wird, kannst du eine Trainingsform wählen, die ähnlich wie die Spielphasenform eine Überlastung der Entscheidungsfindung beinhaltet.

Es könnte auch ein taktisches Problem vorliegen, nämlich wenn die individuelle Absicht des Spielers nicht zur Teamabsicht beiträgt. In unserem Beispiel hatten wir den Raum hinter der Abwehr als Beispiel genannt. Wenn ein Spieler ständig eine andere Absicht verfolgt, kann ein taktisches Problem vorliegen, da ihm nicht bewusst ist, welches taktische Prinzip wir verfolgen. In diesem Fall greifen wir zu einer komplexeren Form, die den Fokus auf taktische Aspekte legt.

Es kann auch eine vierte Fehlerquelle geben. In unserem Beispiel tritt sie auf, wenn der Spieler nicht einmal schaut. Er prüft nicht, ob ein Weg frei ist, der uns direkt zum Tor führt, sondern wirft den Ball direkt zur ersten möglichen Anspielstation nach hinten. In diesem Fall liegt ein Kommunikationsproblem vor, und nicht direkt ein Problem mit der Fußballaktion selbst. Wenn wir den Moment verpassen, den Einwurf schnell auszuführen, ist der direkte Weg zum Tor meistens blockiert. Wie öffnen wir also die nächsten, besseren Räume? Das Problem entsteht oft schon am Anfang, wenn du Angst hast, den Ball zu verlieren. Dadurch nimmst du dir keinen Raum und erhöhst sogar die Wahrscheinlichkeit eines Ballverlusts. Wenn du jedoch davon überzeugt bist, dass du eine Chance kreieren wirst, kannst du Räume gut öffnen. Jede Fußballaktion beginnt mit der Positionierung. Stelle daher sicher, dass sich die Spieler in einer guten Ausgangsposition befinden und thematisiere dies bei jedem Training und jeder Analyse. Wenn du versuchst, den Spieler zu coachen, während er sich in ungünstigen Positionen befindet, ist es ähnlich, als würdest du als Fahrlehrer im Auto versuchen, dem Schüler das Fahren beizubringen, aber vom Rücksitz aus. Bringe deine Spieler ans Steuer, in die richtigen Positionen, um von dort aus den Raum zu kreieren.

Schauen wir uns nun die Taktiktafel an. Der direkte Weg zum Tor ist versperrt. Es gab keinen Moment, in dem wir den Einwurf schnell ausführen konnten und den Angriff direkt zum Tor durchführen konnten.

Also, was sind die nächsten interessanten Wege anstatt des direkten Weges? Ein kleiner Umweg, ein größerer Umweg, ein sehr großer Umweg und dann der Aufbau über hinten.

Die Startpositionen sind entscheidend. Wenn meine Spieler breit positioniert sind, kann ich den Gegenspieler etwas auseinanderziehen und die aufgehobene Abseitsregel nutzen. Wenn ich mich etwas hinter der Abwehr positioniere, kann ich den Verbund in der Länge auseinanderziehen. Daher sind diese beiden Spieler sehr wichtig. Es macht einen Unterschied, ob sich der Spieler an der Seitenlinie oder weiter hinten befindet. Achte darauf, dass die Positionierung stimmt. Nimm dir auch gerne die Zeit. Viele Spieler und Trainer machen den Fehler, den Einwurf zu schnell auszuführen, um den uninteressanten Raum zu nutzen. Wenn du jedoch täuschst, lockst du die Spieler näher heran und öffnest einen viel interessanteren Raum. Über diese Auswege gestalten wir später Trainingseinheiten, um die Spieler in die Lage zu versetzen, unabhängig davon, wie der Gegner verteidigt, den Ausweg zu finden, sei es durch einen kleinen Umweg oder um aus einer verdichteten und statischen Situation in eine hochdynamische Situation zu gelangen, in der es viel Raum zu bespielen gibt.

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