Tennis-Einsteiger-Übung für die korrekte Schlagbewegung

Aller Anfang ist schwer, aber wer ein Tennisass werden will, muss klein anfangen. Ziel dieser Grundlagen-Übung ist es, ein Gefühl für den Topspin zu entwickeln und den korrekten Treffpunkt des Balles zu trainieren. Im ersten Schritt könnt ihr euch erst einmal an die richtige Bewegung gewöhnen und lernt, Druck auf den Ball auszuüben.

Dazu wird eine flache, große Scheibe (z.B. die Zählscheibe) angewinkelt an das Netz gelehnt. Nun drückt ihr den Ball mit dem Schläger an diese Scheibe. Wichtig hierbei ist, dass der Schläger vor dem Körper gehalten wird, um den richtigen Treffpunkt zu simulieren. Mit ausgestrecktem Arm wird der Ball nun hoch und runter bewegt. Im ersten Schritt geschieht dies nur durch eine Bewegung aus dem Arm heraus. Anschließend wird nur das Handgelenk für die Bewegung genutzt.
Am besten werden zwei Scheiben nebeneinander aufgebaut, eine für die Vorhand und eine für die Rückhand.
Kleinere Kinder und Tennisanfänger können sich hierzu auch an der Netzkante festhalten, um den nötigen Druck leichter aufbauen zu können. Trotzdem müsst ihr hier unbedingt darauf achten, dass die richtige Position und Beinstellung eingehalten wird, sodass der Ball immer vor dem Körper gespielt wird.
Jetzt wird das Gelernte in einem unterhaltsamen Wettkampfspiel vertieft: Zusätzlich zum ursprünglichen Übungsaufbau wird jeweils ein Eimer auf der anderen Seite platziert. Ihr versucht nun, den Ball die Scheibe entlang über das Netz zu spielen und den Eimer zu treffen, nachdem der Ball einmal aufgekommen ist. Wer zuerst dreimal getroffen hat, gewinnt das Spiel.
Wenn man viele Schüler im Training hat, bietet es sich an, eine weitere Station aufzubauen und einen Spielkreislauf durchzuführen. In dieser zweiten Übung wird der richtige Treffpunkt des Balles trainiert. Dazu wird einfach eine Bank mit einem Balleimer aufgestellt. Die Schüler halten den Schläger in der korrekten Position vor dem Körper und schieben den Eimer die Bank entlang. So übt ihr zusätzlich den Druckaufbau. Anschließend wird ein Ball heraus genommen und die Position mit dem Schüler, der gerade die Übung am Netz durchgeführt hat, getauscht. Dieser schiebt den Eimer mit der Rückhand zurück usw. So habt ihr weniger Wartezeit und behaltet den Spaß am Spiel.

Variationen:
1. Um die Schläge etwas zu variieren, könnt ihr den Winkel der Scheibe verändern. Dadurch müssen sich die Kinder auf einen anderen Ball und einen anderen Schwung einstellen und schulen ihr Ball- und Schlaggefühl.
2. Bei Problemen mit der richtigen Körperhaltung oder dem richtigen Treffpunkt, könnt ihr euch wieder am Netz festhalten. Außerdem kann man auf dem Boden eine Markierung setzen, um die Position des vorderen Standbeins vorzugeben.
3. Man kann auch das Ziel vorgeben, so weit wie möglich zu spielen, anstatt in einen Eimer zu treffen. Dazu müsst ihr noch mehr Schwung erzeugen und derjenige, dessen Ball am weitesten entfernt zum Liegen kommt, gewinnt.

 

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