Der Pass in den Rücken der Abwehr – Die Theorie (Teil 1 von 2)

Egal ob ein Flugball über die Kette,…

Flugball über die Kette

Flugball über die Kette

...ein Schnittstellenpass durch die Kette…

Schnittstellenpass durch die Kette

Schnittstellenpass durch die Kette

…oder auch ein Innenspannstoß um die Kette.

Innenspannstoß um die Kette

Innenspannstoß um die Kette

Alle 3 Zuspiele haben eines gemeinsam – sie werden in den Raum im Rücken der Abwehr gespielt. Mit dem Bespielen dieses Raumes werden wir uns in den nächsten beiden Beiträgen auseinandersetzten. Zunächst wollen wir den Pass hinter die gegnerische Abwehrreihe theoretischer betrachten - wir beleuchten welche Rolle beispielsweise das Freilaufverhalten des Passempfängers, die Wahl der Stoßtechniken, die Höhe der letzten Kette oder auch der Untergrund und das Wetter spielen können. Deutlich praktischer wird es dann im zweiten & folgenden Teil. In diesem Beitrag werden wir uns zum Einen mit dem Trainieren des Passes in den Rücken der Abwehr auseinandersetzten. Zum Anderen werden wir einige Lösungsansätze für das Bespielen der Tiefe vorstellen.

Das Wettrennen

Wird ein Pass hinter die letzte Linie des Gegners gespielt, entsteht erstmal eine Art Wettrennen – kommt der Zielspieler für den Pass in die Tiefe oder ein Gegenspieler zuerst an den Ball? Dabei beeinflussen unter anderem die Schnelligkeit, sowie der Antritt unserer Spieler den Ausgang des „Wettrennens“. Dies ist jedoch eher ein Faktor auf welchen der Athletiktrainer Einfluss nehmen kann. Wir werden uns jedoch mit den taktischen Faktoren auseinandersetzten.

Zwei gleich schnelle Spieler führen einem Wettrennen zu einem Pass in die Tiefe durch. Beide Spieler starten aus dem Stand und haben den selben Weg zum Ball. Beide Spieler kommt zeitgleich am Ball an.

Zwei gleich schnelle Spieler führen einem Wettrennen zu einem Pass in die Tiefe durch. Beide Spieler starten aus dem Stand und haben den selben Weg zum Ball. Beide Spieler kommt zeitgleich am Ball an.

Nichtsdestotrotz spielt die Schnelligkeit auch aus taktischer Sicht eine Rolle – und zwar die Schnelligkeit zum Zeitpunkt des Abspiels. Beleuchten wir das mit einem Art Modell: Gehen wir dafür von 2 Spielern aus, welche in Richtung eines Passes in die Tiefe starten. Beide Spieler haben den selben Weg zum Ball und starten aus dem Stand. Folglich wir das Wettrennen Unentschieden ausgehen.

Als nächstes ändern wir das Modell ab: Beide Spieler sind zwar immer noch gleich schnell, jedoch rennt ein Spieler zuerst zu dem vorherigen Startpunkt bevor das Wettrennen dann direkt beginnt. Dadurch wird dieser Spieler das Wettrennen gewinnen, da er zum Startzeitpunkt einen Tempovorteil hat.

Zwei gleich schnelle Spieler führen einem Wettrennen zu einem Pass in die Tiefe durch. Beide Spieler haben zum Startzeitpunkt den selben Weg zum Ball. Jedoch ist ein Spieler zum Startzeitpunkt bereits in der Bewegung. Dadurch gewinnt der Spieler das Wettrennen aufgrund des Tempovorteils zum Startzeitpunktes.

Zwei gleich schnelle Spieler führen einem Wettrennen zu einem Pass in die Tiefe durch. Beide Spieler haben zum Startzeitpunkt den selben Weg zum Ball. Jedoch ist ein Spieler zum Startzeitpunkt bereits in der Bewegung. Dadurch gewinnt der Spieler das Wettrennen aufgrund des Tempovorteils zum Startzeitpunktes.

Tempovorteil aufbauen

Damit haben wir neben dem Antritt und der Schnelligkeit von Spielern, sowie der Entfernung zum Ball einen weiteren Faktor kennengelernt, mit welchem wir den Ausgang des Wettrennens beeinflussen können – die Schnelligkeit zum Zeitpunkt des Abspiels. Um diesen Faktor positiv beeinflussen zu können, nehmen wir bereits vor dem Pass in den Rücken der Abwehr Tempo auf. Im 2. Teil werden wir vorstellen, wie das im Konkreten aussehen kann.

Schau mal in unserem Store vorbei wenn du noch nicht das neue Design unserer 1x1SPORT Taktikfolie #Fussball kennst.

Der Winkel zwischen Pass- & Laufweg

Dieser Tempovorteil ist jedoch selbstverständlich vollkommen nutzlos, wenn der Ball nicht grob in die Bewegungsrichtung oder gar in den Rücken des Passempfänger gespielt wird. Durch die wesentliche Abänderung der Richtung würde der Passempfänger einfach zu viel Tempo verlieren und außerdem würde sich dadurch die Entfernung zum Ball verlängern. Der Ball sollte im Idealfall also in einen Raum bespielt werden, in dessen Richtung der Passempfänger sprintet.

Diagonal & vertikal als effektive Kombination

Eine effiziente Kombination zwischen Pass- und Laufwinkel ist vertikal und diagonal. Das gilt sowohl für ein vertikalen Pass und einen diagonalen Laufweg, als auch für eine vertikale Bewegungsrichtung in Verbindung mit einem diagonalen Pass. Der Winkel zwischen Pass- und Laufweg ist groß genug, dass sich Passgeber &-empfänger sich gut im Blick behalten können. Dadurch können die beiden Akteure sich gut im Blick behalten, wodurch sie ihre Handlungen gut aufeinander abstimmen können. Gleichzeitig ist der Winkel zwischen Pass und Zielspieler nicht zu groß, wodurch der Passempfänger seine Richtung nur leicht abändern muss, wenn der Pass nicht komplett ideal gespielt wurde.

Ein Achter startet aus dem Halbraum vertikal in die Tiefe und erhält ein diagonales Zuspiel von dem ballnahen Außenstürmer.

Ein Achter startet aus dem Halbraum vertikal in die Tiefe und erhält ein diagonales Zuspiel von dem ballnahen Außenstürmer.

Der ballnahe Außenstürmer startet diagonal in den Rücken des gegnerischen Außenverteidigers. Der ballbesitzende Achter spielt einen vertikalen Pass durch die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenverteidiger. Der Außenstürmer kreuzt in der Folge den Laufweg des gegnerischen Außenverteidigers.

Der ballnahe Außenstürmer startet diagonal in den Rücken des gegnerischen Außenverteidigers. Der ballbesitzende Achter spielt einen vertikalen Pass durch die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenverteidiger. Der Außenstürmer kreuzt in der Folge den Laufweg des gegnerischen Außenverteidigers.

Anmerkung:

Startet ein Spieler diagonal in die Tiefe, macht es einen entscheidenden Unterschiede ob sich der Spieler dabei vom Tor weg oder zum Tor hin bewegt. Im ersten Fall ist es für den Passempfänger schwieriger in eine Situation zu gelangen, in welcher er in Richtung Tor agieren kann. Ist der Verteidiger nah genug dran, wird der Passempfänger mit dem Blickfeld erstmal in Richtung Außenlinie gezwungen. Startet der Passempfänger dagegen diagonal nach innen, muss dieser seine Richtung nicht abändern um den Weg zum Tor zu suchen. Hat der Angreifer zusätzlich noch einen ausreichenden Vorsprung kann er den Laufweg eines Verteidigers in der inneren Linie leichter kreuzen. Dies ist bei einem diagonalen Laufweg nach außen deutlich schwieriger, da durch die Richtungsänderung Tempo verloren geht.

Vertikal & vertikal

Der Pass als auch der Passempfänger gehen vertikal in die Tiefe. Durch den vorherigen Bogenlaufweg nimmt der Angreifer Tempo auf &  kann der Passempfänger besser im Blick behalten.

Der Pass als auch der Passempfänger gehen vertikal in die Tiefe. Durch den vorherigen Bogenlaufweg nimmt der Angreifer Tempo auf & kann der Passempfänger besser im Blick behalten.

Bei der Kombination vertikal & vertikal entsteht ein sehr kleiner Winkel zwischen Pass- und Laufweg. Dies führt dazu, dass der Passempfänger weder Ball noch Passgeber gut im Blick behalten kann. Ein Sonderfall bei der Kombination vertikal & vertikal ergibt sich, wenn der Passempfänger nach einem Bogenlaufweg in die Tiefe startet. Dadurch kann der Passempfänger den Passgeber lange im Blick behalten, wodurch die Handlungen besser aufeinander abgestimmt werden können. Diesen Laufweg werden wir unter anderem in Teil 2 vorstellen.

Die Bewegungsrichtung der Gegenspieler

Wenn die Bewegungsrichtung der eigenen Spieler für das Spiel in Tiefe eine Rolle spielt, gilt dies selbstverständlich auch für die Gegenspieler. Dabei kann die vertikale als auch horizontale Bewegung der gegnerischen Kette gezielt für den eigenen Vorteil genutzt werden – beispielsweise durch einen diagonalen Flugball in den Rücken der Abwehr entgegen der Verschieberichtung des Gegners. Ein weiteres Beispiel wäre es, dass die Vorwärtsbewegung der Kette gezielt genutzt wird, um einen ansatzlosen Ball in den Rücken der Abwehr zu spielen.

Nach einen Rückpass des eigenen Teams, kann der Gegner Druck auf den Ball erzeugen. Deshalb rückt auch die gegnerische Kette nach vorne, um Anschluss herzustellen. Aus dieser Situation heraus spielt der ballbesitzende Spieler einen Ball in die Tiefe, welcher für den Gegner sehr unerwartet kommt.

Nach einen Rückpass des eigenen Teams, kann der Gegner Druck auf den Ball erzeugen. Deshalb rückt auch die gegnerische Kette nach vorne, um Anschluss herzustellen. Aus dieser Situation heraus spielt der ballbesitzende Spieler einen Ball in die Tiefe, welcher für den Gegner sehr unerwartet kommt.

Der rechte Innenverteidiger spielt nach einem Querpass einen diagonalen Flugball in den Rücken der Abwehr. Der Flugball wird entgegen der Verschieberichtung der gegnerischen Kette gespielt. Dadurch muss der gegnerische Außenverteidiger seine Richtung erst wesentlich ändern, um in Richtung Ball zu starten.

Der rechte Innenverteidiger spielt nach einem Querpass einen diagonalen Flugball in den Rücken der Abwehr. Der Flugball wird entgegen der Verschieberichtung der gegnerischen Kette gespielt. Dadurch muss der gegnerische Außenverteidiger seine Richtung erst wesentlich ändern, um in Richtung Ball zu starten.

Anmerkung:

Im 2.Teil lernen wir zum Einen konkrete Handlungsoptionen kennen, um die Bewegungsrichtung von Gegenspielern oder auch der kompletten Kette des Gegners auszunutzen. Zum Anderen zeigen wir auch Optionen, um Bewegungsrichtung von Gegenspielern zu erzeugen, welche günstig für unser Spiel in die Tiefe sind – beispielsweise durch ein Entgegenkommen der ballnahen Spitze, um den Innenverteidiger des Gegners aus der Kette zu „locken“ und den Raum in dessen Rücken zu bespielen.

Der bespielte Raum

Nachdem wir uns nun sehr ausgiebig mit Bewegungsrichtungen auseinandergesetzt haben, widmen wir uns jetzt Räumen – und zwar den bespielten Räumen. Dabei betrachten wir, wie die Länge des Raumes hinter der letzten Kette des Gegners das Spiel in die Tiefe beeinflusst. Außerdem setzen wir uns damit auseinander, in welcher Breite der Ball in der Tiefe ankommt.

Spiel in die Tiefe gegen ein Abwehrpressing

Den ganzen Beitrag kannst du dir ansehen wenn du 1x1SPORT #Fussball Pro Mitglied bist.

Solltest du bereits Pro Mitglied sein, kannst du dich hier einloggen.

Ein Schnittstellenpass gegen einen Gegner, welcher im Abwehrpressing agiert, muss gut dosiert werden –ein zu schwacher Pass wird abgefangen & ein zu starkes Zuspiel geht ins Toraus.

Ein Schnittstellenpass gegen einen Gegner, welcher im Abwehrpressing agiert, muss gut dosiert werden –ein zu schwacher Pass wird abgefangen & ein zu starkes Zuspiel geht ins Toraus.

Steht der Gegner besonders tief in der eigenen Hälfte, gibt es nicht sonderlich viel Raum in der Tiefe. Zusätzlich kann der gegnerische Torhüter auch noch einen wesentlichen Anteil der Feldmitte als „Libero“ abdecken. Jedoch muss der Ball gegen einen tiefen Block nicht zwangsläufig hinter die letzte Linie gepasst oder gedribbelt werden – hier können auch Distanzschüsse, Flanken oder auch Fouls in der Nähe des Strafraums und ein anschließender Freistoß zum Torerfolg führen.

Wird gegen ein tiefstehenden Gegner das Spiel in die Tiefe gesucht, darf der Ball nicht zu druckvoll hinter die Kette gespielt werden – andernfalls landet dieser im Toraus. Aus diesem Grund bieten sich vor allem Pässe in der Nähe der letzten Kette des Gegners für das Spiel in die Tiefe an – beispielsweise ein Chipball über die Kette oder ein Schnittstellenpass aus dem Zehnerraum. Aus größerer Distanz ist das Spiel in die Tiefe gegen ein tiefen Block deutlich schwieriger zu realisieren. Das Zuspiel benötigt ausreichend Schärfe und/oder Höhe um die letzte Kette zu überwinden. Gleichzeitig muss der Zielspieler den Ball aber auch noch erlaufen können, bevor dieser die Grundlinie überquert.

Praxistipps

Wird gegen einen tief stehenden Gegner ein hoher Ball hinter die Kette gespielt, bietet sich aus kurzer Distanz vor allem der Chipball an. Ein Flugball aus einer größeren Distanz zur letzten Linie des Gegners sollte mit Unterschnitt oder direkt in den Fuß des Mitspielers gespielt werden. Durch den Unterschnitt senkt sich der Ball in der Senkphase steiler und wird bei Bodenkontakt stärker ausgebremst.

Der Pass in den Rücken der Abwehr gegen ein Angriffspressing

Nach einem weiten Pass gegen eine hohe, gegnerische Kette ist der Zielspieler zunächst weiter entfernt vom Ball. Der Spieler kann die größere Entfernung jedoch durch eine höhere Endgeschwindigkeit ausgleichen.

Nach einem weiten Pass gegen eine hohe, gegnerische Kette ist der Zielspieler zunächst weiter entfernt vom Ball. Der Spieler kann die größere Entfernung jedoch durch eine höhere Endgeschwindigkeit ausgleichen.

Gegen ein Angriffspressing gibt es deutlich mehr Tiefe im Rücken der Abwehr. Ob dieser sehr größere Raum im Rücken der Abwehr ausschließlich als Vorteil zu verstehen ist, ist fraglich. Immerhin kann es nach einem Pass hinter die letzte Kette passieren, dass dem Passempfänger in der Tiefe noch einige Meter zum gegnerischen Tor fehlen – folglich haben die Verteidiger auch die Möglichkeit den gegnerischen Angreifer wieder einzuholen.

Bei Pässen in die Tiefe spielt die Endgeschwindigkeit der Spieler gegen ein Angriffspressing damit oftmals eine größere Rolle als bei Tiefenpässen gegen ein Abwehrpressing – die Bälle können weiter in die Tiefe gespielt werden, wodurch eine größere Entfernung zum Ball entsteht. Dadurch kann ein schwächerer Antritt oder eine mäßige Tempoaufnahme vor dem Pass besser ausgeglichen werden.

Abschließender Praxistipp für Pässe in die Tiefe:

Für das Spiel in die Tiefe ist es hilfreich, sich mit Wind, Wetter & Untergrund auseinandersetzen – Einflussfaktoren auf ein Fußballspiel, welche in der Spielvorbereitung wohl manchmal vernachlässigt werden. Alle 3 Aspekte können einen Pass in den Rücken der Abwehr wesentlich beeinflussen. Ein starker Wind kann ein Flugball in die Tiefe beispielsweise weit verlängern oder stark ausbremsen. Ein nasser Untergrund oder ein sehr flacher Rassen kann den Ball bei Bodenkontakt beschleunigen – zumindest , wenn der Platz noch nicht unter Wasser steht. Ein hoher Rassen kann dagegen ein Ball stärker ausbremsen.

Übungen

Möchtest du dir etwas zu den Übungen notieren, könnte unser 1x1SPORT Playbook #Fussball für dich das richtige sein. Schau mal in unserem Store vorbei.

1. Übung - Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-3-3

Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-3-3

Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-3-3

Organisation

Entsprechend der Abbildung mit 4 Dummies eine Viererkette aufstellen. Die Kette ist ca. 22m von der Grundlinie entfernt. Für die Übung werden 8-12 Spieler sowie 1 Torhüter benötigt.

Durchführung

Die Spieler positionieren sich gemäß der Abbildung. An der Position A und D haben alle Spieler einen Ball am Fuß. A dribbelt an und spielt einen Pass in die Tiefe zu B oder C. Der Ball wird dabei durch die Schnittstelle des äußeren und mittleren Dummies gespielt. Der Passempfänger schließt selbst ab oder spielt eine Hereingabe zu C oder D, welcher direkt abschließt. Auf der anderen Seite wird die Übung identisch durchgeführt. Die Durchgänge werden abwechselnd über die linke und rechte Seite durchgeführt. Passgeber- und empfänger tauschen nach der Beendigung eines Durchgangs die Positionen.

Variation der Übung

Variation der Übung

Variation

Spieler A dribbelt an und spielt entweder ein Pass zu B oder C. Wird C angespielt, nimmt dieser den Ball nach vorne mit und schließt ab. Wird B angespielt, dribbelt dieser den äußeren Dummy an und A startet durch die Schnittstelle der beiden äußeren Dummies. B spielt den Ball in die Tiefe auf A. Dieser schließt selbst ab oder spielt eine Hereingabe zu C.

Coaching
  • C/B/E: Parallel zur letzten Linie Tempo aufnehmen & mit dem Abspiel in die Tiefe starten.
  • C/B/E: richtigen Zeitpunkt für das Einleiten der Freilaufbewegung finden – mit ausreichend Tempo & im Rücken des „Gegenspielers“ in die Tiefe starten
  • A/D: den Ball mit ausreichend Schärfe durch die Schnittstelle spielen.
  • Auf Abseits achten.
  • Zwischen den Durchgängen genug Pause lassen.

Variation:

  • A/D: Passempfänger in der Vorderfuß anspielen.
  • A/D: Spielen & Gehen mit Tempowechsel (nach Pass in die Breite)
  • B/E: „Gegenspieler“ andribbeln und binden.
  • B/E: Ball in die Tiefe spielen, wenn A/D auf Höhe der letzten Linie oder kurz davor ist.
  • B/E: den Ball weit genug in Richtung Zentrum spielen, damit der Passempfänger in Richtung Tor agieren kann.
  • C: in der Schnittstelle in einer offenen Stellung anbieten.
  • C: Ball direkt in die Bewegung mitnehmen & zügig zum Abschluss kommen.
  • C: Laufweg des „ballnahen Innenverteidigers“ mit dem 1. Kontakt kreuzen.

2. Übung – Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-4-2

Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-4-2

Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-4-2

Organisation

Entsprechend der Abbildung mit 4 Dummies eine Viererkette aufstellen. Die Kette ist ca. 22m von der Grundlinie entfernt. Für die Übung werden 12-16 Spieler sowie 1 Torhüter benötigt.

Durchführung

Die Spieler positionieren sich gemäß der Abbildung. A dribbelt an und spielt einen Pass durch die Schnittstelle der beiden äußeren Dummies zu G. G schließt ab. Anschließend dribbelt B an und spielte einen Pass durch die selbe Schnittstelle zu E. Dieser schließt ab oder spielt eine Hereingabe zu G. Danach dribbelt C an und spielt einen Pass in die Tiefe zu H, welcher abschließt oder eine Hereingabe zu F spielt. Zum Schluss dribbelt D an und spielt einen Pass durch Schnittstelle der beiden äußeren Dummies zu G. G schließt ab. Anschließend beginnt die Übung wieder von vorne.

2. Übung Variation

2. Übung Variation

Variation

A dribbelt an. F kommt A entgegen. A spielt einen Pass zu G. Mit dem Pass zu G startet F durch die Schnittstelle der beiden äußeren Dummies. G leitet den Ball direkt in die Tiefe zu F weiter. F schleißt ab. B dribbelt an. Parallel dazu beläuft H den Raum im Rücken des nächsten Dummeis, während D vertikal in die Tiefe startet. B spielt einen Flugball zu H oder D. Der Passempfänger schleißt selbst ab oder spielt eine Hereingabe zu F. Anschließend wird die Übung von der anderen Seite von C und D eingeteilt und identisch ausgeführt.

Coaching
  • Parallel zur letzten Linie Tempo aufnehmen.
  • Auf Abseits achten.
  • Den Ball mit ausreichend Schärfe in die Tiefe spielen.

Variation:

  • F: Mit dem Pass auf G mit einem plötzlichen Tempo- und Richtungswechsel in die Tiefe starten
  • A: den Ball mit ausreichend Schärfe in den gegnerfernen Fuß von G spielen.
  • G: den Ball in de Lauf von F weiterleiten.
  • B: den Flugball in die Bewegung des Passempfängers spielen.
  • H: parallel zur letzte Linie Tempo aufnehmen und dann den Raum im Rücken des äußeren Dummies belaufen.

3. Übung - Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-3-3 mit selbständigen Finden von Lösungen

Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-3-3 mit selbständigen Finden von Lösungen

Der Pass in den Rücken der Abwehr im 4-3-3 mit selbständigen Finden von Lösungen

ORGANISATION

Für die Übung ein Feld in der Breite eines Großfeldes mit einer Länge von 16m markieren und 5 Dummies gemäß der Abbildung aufstellen. Das Feld ist etwa 22m von der Grundlinie entfernt. Für die Übungsdurchführung werden mindestens 8 Spieler, sowie 1 Torhüter benötigt.

DURCHFÜHRUNG

Zu Beginn der Übung positionieren sich die Spieler gemäß der Abbildung. Spieler A dribbelt in das Feld ein und spielt einen Mitspieler innerhalb des Feldes oder im Rücken der 4 Dummies an. Es wird mit Abseits gespielt. Wird der Ball zunächst in das Feld gespielt, muss spätestens der übernächste Pass in die Tiefe gespielt werden. Der Passempfänger in der Tiefe schließt selbst ab oder spielt eine Hereingabe auf einen Mitspieler, welcher nachrückt. Sobald der Abschluss erfolgt ist, nehmen die Spieler wieder ihre Positionen ein. Anschließend leitet B, später C den nächsten Durchgang ein.

COACHING
  • Mit vorherigen Tempoaufnahme in die Tiefe startet.
  • Auf Abseits achten.
  • Gegengleiche Freilaufbewegungen durchführen.
  • Den Ball mit ausreichend Schärfe in die Tiefe spielen.
  • Auf ein spielnahes Tempo achten.
  • Gegengleiche Freilaufbewegungen durchführen.
  • Tiefe belaufen, um „Gegenspieler“ binden.

Lösungsansätze:

  • Außenstürmer: eine breite Startposition einnehmen, um parallel zur Kette Tempo aufnehmen zu können. Im Rücken des „gegnerischen Außenverteidigers“ in die Tiefe starten.
  • ballnaher Achter: Vertikal durch die Schnittstelle zwischen „Außen- und Innenverteidiger“ starten, wenn der Ball in der Breite ist.
  • Stürmer: in der Schnittstelle zwischen den „Innenverteidigern“ für ein diagonales Zuspiel in den Fuß anbieten; Ball im Halbraum oder in der Breite: parallel zur Kette Tempo aufnehmen und im Rücken des ballnahen „Innenverteidigers“ in die Tiefe starten; ballfern Absetzen, um Tempo aufnehmen zu können.
  • ballferne Außenverteidiger: vertikal in die Tiefe starten, wenn der ballferne Außenstürmer in Richtung Feldmitte Tempo startet. 

[/ ds_if]

Autor: Luis Österlein

Jetzt erhältlich

Vororientierung & First Touch im Fußball


Vororientierung & First Touch im Fußball

Harald Sättler gibt dir in diesem Film Tipps und Trainingsübungen an die Hand mit denen deine Spieler lernen das Spiel zu lesen. So ist es leichter Abspielmöglichkeiten zu erfassen, Schnittstellen zu erkennen und freie Räume zu antizipieren.


Jetzt ansehen

Blog