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Methodik des Taktiktrainings im Jugendfußball

Viele stellen sich die Frage: Wie gehe ich als Trainer an die Sache ran?

Als Erstes sollte über die Organisation des Taktiktrainings nachdenken. Dazu zählen die Spieler, die Anzahl der Spieler, die Platzkapazität und die Beschaffenheit des Platzes, das zur Verfügung stehende Material sowie die Definierung des Trainingsinhaltes und des Ziels. Diese Gedanken kann sich der Trainer bereits zu Hause machen. Anschließend fährt er ans Trainingsgelände und bereitet alles vor. Wenn die Spieler anwesend sind, sollte er seiner Mannschaft bereits vor Beginn des Trainings erklären, was das Ziel ist. Danach bietet es sich an, die Spieler frei spielen zu lassen. Wenn die Spieler beim freien Spiel selbst auf die Lösung kommen, ist der Ablauf leichter abrufbar und der Wiederholungscharakter ist gleichzeitig sehr hoch. Falls der Trainer merkt, dass die Spieler alleine nicht zurechtkommen, muss er unterbrechen und den Spielern erklären, was wie zu verbessern ist. Die Spieler versuchen nun, die Korrekturvorschläge umzusetzen. Der Trainer sollte dabei stets die Leistung seiner Mannschaft bewerten und analysieren. Ein häufiger Fehler ist, dass Trainer nur Kritik äußern und zu selten loben. Falls ein Spieler eine Handlung allerdings immer wieder falsch ausführt, muss der Trainer aktiv werden und ihn korrigieren.

Wie bringt man das Ding nun zum Laufen? Es lassen sich die verschiedensten Komponenten variieren. Der Trainer kann beispielsweise das Spielfeld größer oder kleiner abstecken. Legt er ein größeres Spielfeld fest, wird es automatisch schwieriger für die Defensive den Ball zu erobern. Wenn dies das Ziel ist, sollte der Trainer zu solchen Maßnahmen greifen. Es besteht auch die Möglichkeit, Taburäumefestzulegen, die nur von einer bestimmten Anzahl von Spielern oder nur von der Offensive betreten werden darf. Da die Tabuzonen jedoch nicht in einem richtigen Spiel existieren, muss der Trainer diese im nächsten Schritt auch wieder auflösen. Durch Regeln wie diese kann das Ziel des Trainings provoziert werden. Allerdings sollten diese auch aufgehoben werden, da hauptsächlich realitätsnah trainiert werden sollte. Eine weitere Steuerungsgröße im Taktiktraining ist der Gegenspieler. Der Gegenspieler kann entweder ganz fehlen wie beispielsweise in einem „10 gegen 0“ oder aber passiv durch Hütchen oder Stangen dargestellt werden. Es gibt auch noch den teilaktiven Gegner, der im Taktiktraining oft auftritt und die Übung zwar behindern, aber nicht verhindern soll. Als letztes gibt es noch den aktiven Gegner, der einer realen Spielsituation am nächsten kommt.